5 Gründe, warum du eigene Ziele brauchst

Ziele.

Sicher hast du auch schon einmal gehört, wie wichtig es ist, sich im Leben Ziele zu setzen. Es gibt unheimlich viele Artikel darüber, die dir gute Methoden zur Zielsetzung vermitteln..

Ziele sind wichtig.

Ich möchte dir heute zeigen, wieso sie für dich und dein Leben eine große Rolle spielen und wieso du am besten heute noch mit der Definition deiner Ziele beginnen solltest.

Lass dich nicht länger treiben.

Die meisten Menschen setzen sich keine Ziele. Ich habe den größten Teil meines Lebens ohne Ziele gelebt. Wie ich in diesem Artikel auf dem Ausdauerblog bereits verraten habe, war der schwarze Gürtel das erste langfristige Ziel, das ich mir selbst gesetzt habe.

Als Kind hatte ich die Möglichkeit, in die Kampfsportart Ju-Jutsu hineinzuschnuppern. Leider habe ich als Teenager die Lust verloren und es wieder bleiben lassen. Mit dem Anschwellen meines Bauchumfangs wurde mir klar, das ich etwas ändern musste und ich entdeckte diesen Sport wieder für mich.

Dieses Mal wollte ich aber nicht wieder nach kurzer Zeit aufgeben, also setzte ich mir das Ziel, bis zu meinem 35. Geburtstag den schwarzen Gürtel zu erlangen. Diese Entscheidung half mir, am regelmäßigen Training dranzubleiben und schließlich im Jahr 2014 die Prüfung zum schwarzen Gürtel erfolgreich abzulegen.

Auf dieser Reise sind mir einige Dinge über Ziele klar geworden, die ich heute mit dir teilen möchte:

1. Ziele machen Unmögliches greifbar

Der schwarze Gürtel ist für einen beginnenden Kampfsportler meistens etwas, das der Lehrer trägt. Er kennzeichnet Menschen, die in Sekundenbruchteilen Dinge vollbringen können, von denen du selbst nicht glaubst, dass du sie jemals erreichen wirst. Sicher kennst du das Gefühl auch, ganz gleich ob im Sport oder auf der Arbeit. Es gibt immer wieder Menschen, die dich inspirieren und deren Können dich tief beeindruckt.

Doch glücklicherweise musste ich nicht von einem weißen Gürtel direkt auf einen schwarzen Gürtel hinarbeiten. Wie viele andere Kampfsportarten bietet auch Ju-Jutsu unterschiedliche farbige Gürtel, die Schülergrade, an. Jeder Schritt für sich war im normalen Training zu bewältigen. Mit diesen kurzfristigen Zielen vor Augen, kam ich meinem großen Ziel in halbjährlichen Intervallen Schritt für Schritt näher und sah mich bald in einer Position, den Meistergrad in Angriff zu nehmen.

Der Unterschied zwischen deinen Träumen und Zielen ist die Planbarkeit. Setze dir ruhig Ziele, die dir im Moment noch Angst machen. Das ist vollkommen in Ordnung. Sobald du weißt, worauf du hinarbeiten willst, wird es dir nicht schwer fallen, eine Route dorthin zu finden.

Wie mein Gürtel von Prüfung zu Prüfung dunkler wurde, werden auch deine Stationen immer fordernder werden. Wenn du ein Gebiet meistern willst, wirst du dich zunächst orientieren und dir einen Überblick verschaffen. Anschließend wirst du dir Teilgebiete erarbeiten und dich so lange voranarbeiten, bis du es zu dein Ziel geschafft hast.

Es ist nicht schlimm, wenn du zu Beginn noch nicht den gesamten Weg sehen kannst. Wenn du dich zur Führungskraft entwickeln möchtest, kann dein erster Schritt zum Beispiel ein Wechsel der Abteilung oder des Unternehmens sein. Zu dieser Erkenntnis wirst du aber nicht kommen, wenn du nicht gezielt auf eine Beförderung hinarbeitest.

2. Ziele zwingen dich, Verantwortung zu übernehmen

Ziele erlauben dir eine realistische Überprüfung deiner Situation. Willst du in einem Jahr einen Marathon laufen, sagt das noch nichts über deine Zielerreichung aus. Prüfst du aber nach vier Monaten deine Fortschritte und stellst fest, dass du nach dem Aufstehen vom Sofa immer noch erstmal eine Pause brauchst, wird es Zeit, Verantwortung zu übernehmen. Du wirst erkennen, dass du selbst oftmals für dein Scheitern verantwortlich bist und dass es viele Möglichkeiten gibt, einen Schritt in Richtung Ziel zu tun.

Umgekehrt kann es auch sein, dass du feststellst, dass deine Ziele zu niedrig gewählt sind. Auch hier kannst du Verantwortung übernehmen und deine Ziele noch einmal ändern. Vielleicht du kannst den zeitlichen Rahmen enger stecken oder das Ziel höher hängen.

3. Ziele helfen dir, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren

Ohne Ziele geht es dir vielleicht wie mir: Du lässt dich treiben, triffst vielleicht ganz gute Entscheidungen, aber so richtig voran geht es nicht. Der Hintergrund ist, dass du deine Energien breit streust.

Dabei geht es dir wahrscheinlich um kurzfristige Bedürfniserfüllung. Vielleicht willst du irgendwo 500 Euro verdienen, um diesen tollen Schrank zu kaufen oder du sparst ein paar Euro mehr für den super Wagen, den du kürzlich beim Händler gesehen hast. Gerade im finanziellen Bereich ist diese Einstellung ein Garant dafür, dass sich deine Situation nicht verbessern wird.

Wer sich allerdings clevere Ziele setzt, denkt langfristig. Du verzichtest auf den Burger heute zum Abendessen, um dich in ein paar Wochen oder Monaten über dein Wunschgewicht zu freuen. Oder du legst jetzt etwas mehr Geld beiseite, um in 20 Jahren im Beruf kürzertreten zu können.

Es gibt viele Beispiele, wie dir ein Ziel hilft, langfristig zu denken und dich bereits mittelfristig auf einen guten Weg bringt.

4. (Erreichte) Ziele geben dir Selbstvertrauen

Wenn du dir angewöhnt hast, dir Ziele zu setzen und zu verfolgen, wird dir nach kurzer Zeit auch auffallen, wie befriedigend die Erfüllung eigener Ziele ist. Etwas existiert, weil du darauf hingearbeitet hast – ganz gleich, ob du jetzt an deinen Traumkörper, ein gut gefülltes Bankkonto oder an den Erwerb einer Fähigkeit denkst.

Es gibt aber auch viele weitere Dinge, die du mit dem Setzen und dem Erreichen deiner Ziele erlernst: Du lernst, für dich selbst Entscheidungen zu treffen. Das ist für viele ein ganz neues Gefühl, das über alltägliche Fragen wie die Wahl der Eissorte oder des neuen Fernsehers weit hinausgeht. Du reagierst nicht mehr nur, nein, du handelst.

Durch dein Handeln wirst du immer häufiger eigene Entscheidungen treffen und lernen, auf diese zu vertrauen. Du wirst deine Komfortzone verlassen. Zu Beginn vielleicht nur ein wenig, einen kleinen Schritt. Dann einen Größeren. Und noch einen. Wenn du dich dann nach einer Weile umsiehst, wirst du erstaunt sein, wie viel du bereits erreicht hast.

5. Ziele geben dir eine Richtung

Wenn du dich ziellos durchs Leben treiben lässt, kannst du keinerlei Fortschritt messen. Dir fehlt der Maßstab. Du wirst Tage haben, die liefen gut und Tage, die liefen schlecht. Aber insgesamt wirst du auf der Stelle treten.

Aus diesem Grund sind Ziele für dich wichtig. Wenn du ein Ziel hast, gibt es dir und deinem Leben eine Richtung. Es macht messbar, ob du dich in Richtung deiner Zielerfüllung bewegst oder davon weg. Es erinnert dich daran, was du erreichen möchtest.

Darüber hinaus helfen dir Ziele, deine Motivation zu behalten. Wenn du einen Traum hast, dann wirst du dich voller Begeisterung daran machen, diesen zu erfüllen. Eine Woche klappt das vielleicht sogar noch ganz gut. Aber dann beginnt die Motivation bereits zu bröckeln. Dein anfänglicher Enthusiasmus weicht immer mehr der Ernüchterung, dass dein Traum vielleicht doch nicht mit einer kurzfristigen Kraftanstrengung zu erreichen ist. Wenn du aus deinem Traum ein Ziel gemacht hast, gibst du dir damit einen Fixpunkt.

Fazit

Wenn du dein Leben nachhaltig verändern möchtest, sind Ziele für dich eine effiziente Methode, dir einen Maßstab zu setzen. Die meisten Menschen rennen ziellos durch ihr Leben und sind nicht in der Lage, ihre Fortschritte mangels Vergleichsgröße zu erkennen.

Es gibt bereits einige sehr gute Artikel zum Setzen deiner Ziele, zum Beispiel bei marathonfitness, einfach-effektiv oder dem Ausdauerblog. Mein Kollege Ivan Blatter hat ergänzend dazu noch zehn Fragen, mit denen du deine Ziele überprüfen kannst.

Starte heute noch! Setze dir ein Ziel und arbeite täglich in kleinen Schritten darauf hin. Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren verrätst, wie dein Ziel aussieht!

Bildnachweise:

Titelbild: © Depositphotos.com / anyaberkut

3 Kommentare bisher. Was sagst du dazu?

  1. Petra sagt:

    Hallo Marc,

    meine momentanen Ziele beinhalten: Gitarre spielen zu lernen, meine Tanzfähigkeiten zu verbessern, vor Fremden Menschen zu singen und mich selbst als der Mensch der ich bin zu verbessern.

    Mein Lebensziel ist es einen (oder mehrere) Mentor/en zu finden der meine Talente erkennt und mich unterstützt meinen Traumberuf zu verwirklichen. Hier habe ich nur leider nicht die geringste Ahnung wie ich es hinbekommen soll aus der großen Masse rauszustechen und die sehr erfolgreichen Menschen zu beeindrucken die mich so sehr faszinieren. Hast du da eine Idee?

    20. November 2015
    Antworten
  2. Marc sagt:

    Hallo Petra,

    entschuldige bitte die späte Antwort, aber ich wollte mir die Zeit nehmen, zunächst über deine Frage nachzudenken.

    Ich finde es super, dass du dir bereits Ziele setzt, auf die du hin arbeitest. Ich denke, dass man gerade im Show-Business feste Ziele braucht, um erfolgreich zu sein. Ich finde auch der Plan, Mentoren zu finden ist eine ausgezeichnete Idee!

    Leider kenne ich mich in dieser Branche überhaupt nicht aus. Ich kann dir daher nicht konkret sagen, wie du an deine Idole herankommst. Grundsätzlich lohnt es sich aber, sich Stück für Stück hochzuarbeiten. Kontakte sind für den Erfolg elementar wichtig. Schau dich doch einmal in deiner Umgebung um. Gibt es vielleicht Musik(hoch-)schulen, die regelmäßige Events ausrichten oder vielleicht sogar kleinere Clubs oder Kulturtreffs? Das ist ein guter Startpunkt.

    Eventuell gibt es auch überregionale Musikertreffs, auf denen du Kontakte knüpfen kannst. Je mehr Menschen du kennst, desto mehr Menschen kannst du mit deinem Wissen weiterhelfen – und sie werden dir ihre Kontakte zur Verfügung stellen. Auf diese Weise kannst du auch Menschen von dir überzeugen, die Kontakt zu Menschen im direkten Umfeld deines Idols haben. Das ist kein einfacher Weg und wenn du Kontakte aus reiner Berechnung knüpfst, dann wird das irgendwann auf dich zurückfallen.

    Bleib aufrichtig und lerne Menschen kennen. Je dichter dein Netzwerk geknüpft ist, desto eher werden sich für dich auch Möglichkeiten ergeben, von denen du bisher nur träumen kannst.
    Zusätzlich könntest du – wenn es für dich in Frage kommt – dein Talent auch im Internet verbreiten. Vielleicht über Youtube, Soundcloud oder Jamendo. Von allein wirst du keine tausenden Besucher anziehen, aber wenn du daran arbeitest dein Netzwerk zu vergrößern, wirst du auch mehr Menschen erreichen, die dich toll finden und deine Inhalte teilen. Vielleicht wird auf diese Weise auch jemand auf dich aufmerksam, der für dich ein geeigneter Mentor ist.

    Wichtig ist vor allem, dass du dein Profil schärfst. Deine Ziele weiter eingrenzt. Was willst du wirklich? Willst du eher Singen oder Musizieren? Was ist mit Tanzen? Wo liegt dein Endziel? Im Musikgeschäft kannst du so viel tun. Du kannst in einer Band musizieren oder singen, oder versuchen als Solo-Künstler durchzustarten. Vielleicht sind auch Musicals deine Welt? Werde dir klar darüber wohin du willst, bevor du losläufst. Konzentriere dich auf eine Sache, die du jetzt als Erstes verbesserst. Mach das, was dir wirklich am Herzen liegt!

    Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Ich kann leider nicht aus eigenen Erfahrungen schöpfen, würde aber auf diese Weise versuchen, in der Branche Fuß zu fassen.

    Viele Grüße

    Marc

    23. November 2015
    Antworten

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